TSV „Jahn“ 1922 e.V. Kreuz wertheim Willkommen auf der Internetseite des


      Bericht über die Generalversammlung am 22. März 2019

Zur Generalversammlung trafen sich die Mitglieder des TSV Kreuzwertheim am Freitag, dem 22. März 2019 im wieder eröffneten TSV-Sportheim/Pizzeria Ragusa. Durch die Versammlung führte Vorstand Sport Joachim Freek.

Er begrüßte den neuen Pächter der Pizzeria Fabio Tocci und wünschte eine gute und lange Zusammenarbeit mit dem Verein. Namentlich bedankte er sich bei Helmut Heitmann, Thomas Rösch und Hermann Wiegand, die etliche Stunden hier verbrachten, um das Sportheim wieder auf Vordermann zu bringen. Zur beiderseitigen Zufriedenheit konnte auch wieder ein Vertrag mit der Spessart-Brauerei abgeschlossen werden. Anschließend gedachten die Anwesenden den verstorbenen Mitgliedern Karl Günzelmann, Jürgen Tschöp, Helene Röttinger und Hermann Schreck.

In seinem Grußwort ging Bürgermeister Klaus Thoma begeistert auf das Engagement vieler Kreuzwertheimer Bürger bei der von Radio Gong initiierten Aktion “11. Bürgermeisterschaft“ ein. Neben den Titel als „coolste Gemeinde“ des Mainvierecks kam die Marktgemeinde noch in den Genuss einer umfangreichen Spenden-Challenge. Davon gehen 4500 € an den TSV, der sich zusammen mit 14 anderen Projekten angemeldet hatte Als Zugabe kann sich Kreuzwertheim am 29. Mai 2019 noch auf den Liveauftritt des deutsch-spanischen Popstars Alvaro Soler freuen. Für die Gestaltung und Organisation dieser Veranstaltung hofft der Bürgermeister auf die Unterstützung des TSV, der seine Erfahrung bei Großevents nicht nur zuletzt bei der letzten Wertheimer Fußball-Stadtmeisterschaft unter Beweis stellen konnte. Weiter wies Thoma darauf hin, dass sich die Gemeinde bei der Übernahme der Gewerbesteuerabgaben für die vergangenen Stadtmeisterschaften als großzügig erwiesen habe. Über 50.000 € sind letztes Jahr allein für die Pflege und Instandhaltung der Sportgeländes als Unkosten für die Gemeinde angefallen. Die Renovierung der Quätschich-Arena sei weiterhin im Fokus, eine maximale Ausschöpfung der Fördergelder wäre vor allem erstrebenswert. Zum Abschluss würdigte Thoma die große Bedeutung des Sportvereins für die Gemeinde im sozialen und sportlichen Bereich.

Joachim  Freek bedankte sich anschließend beim Bürgermeister, Gemeinderat und dem Bauhof für die gute Zusammenarbeit. „Es ist nicht selbstverständlich, dass wir kurze Wege gehen können, um manche anfallenden Dinge und Probleme schnell und effektiv abzustellen“, meinte Freek.

Im zweiten Teil seiner Ausführungen ging der Vorstand Sport kritisch auf die Entwicklung im Übungsleiter- und Betreuerbereich im TSV ein. Hier habe sich die Lage im Vergleich zum letzten Jahr weiter verschlechtert. Es würde immer schwieriger werden, das wöchentliche Trainingsprogramm für die 300 Jugendlichen und Aktiven abzudecken. Eine Anzeigenaktion im Kreuzwertheimer Anzeigeblatt sei auf äußerst geringe Resonanz gestoßen. Es sei auch fragwürdig, ob der TSV mit seinen 960 Mitliedern das bisher so umfangreiche Angebot an Abteilungen weiterhin aufrechterhalten könne. In ihren Berichten würden die Abteilungsleiter detaillierter auf die schwierigen  Zustände in einzelnen Bereichen eingehen. Dank sagte Freek dann an die beiden Platzwarte Thomas Röttinger und Helmut Krebs für die Pflege der beiden Sportanlagen in Kreuzwertheim und Röttbach, was bei der großen Hitze des vergangenen Sommer nicht immer einfach gewesen sei. Zum Schluss seiner Ausführungen wies Freek auf die notwendige Instandsetzung der 400m-Laufbahn und auf die Erneuerung der Überdachung für das in die Jahre gekommene Zelt hin.

Sabine Bernhardt, Vorständin Finanzen, legte den Kassenbericht für das vergangene Jahr vor, in dem die Ausgaben die Einnahmen überstiegen. Hauptgründe hierfür waren die fehlenden Pachteinnahmen für die Pizzeria Ragusa, steigende Trainerkosten, weiterhin stark sinkende Spendeneinnahmen und sinkende Mitgliederbeiträge, die vor allem auf Austritte nach der Einführung der Datenschutzerklärungen zurückzuführen sind. Diesem Verlauf konnte teilweise durch die Wiederaufnahme einer jährlichen Kabarettveranstaltung, sowie für die Zukunft durch die Erhöhung der Mitgliederbeiträge entgegengewirkt werden. Zum Abschluss bedankte sich Sabine Bernhardt für die eingegangenen Geld- und Sachspenden und namentlich bei den Personen, die durch ihren persönlichen Einsatz dem Verein geholfen haben.

Die Kassenprüfer*in Daniela Zeuch und Michael Werbach hatten die Finanzunterlagen geprüft und keinerlei Beanstandungen gefunden. Ihr Antrag auf Entlastung des Vorstands Finanzen wurde ohne Gegenstimmen stattgegeben.

Linda Senfleben berichtete über die wichtigsten Vereinsaktivitäten des abgelaufenen Jahres. Wie gewohnt reibungslos und mit gutem Zuspruch verliefen das Vereinssportfest im Juli und das Zeltlager während der Sommerferien in Windheim. Guten Zuspruch fanden der Kabarett-Abend mit TBC im Oktober, sowie die Nikolausfeier, an der sich mehr als 100 Kinder und Jugendliche aus allen Sparten beteiligten. Ihr besonderer Dank galt ihren Vergnügungsausschusskolleginnen Lisa Müller und Dorle Schwarzbach.

Auch in diesem Jahr stehen die vier vorher genannten Ereignisse wieder im Mittelpunkt. Zu den während der Vereinsmeisterschaften bisher durchgeführten Läufen um den Kaffelstein und dem Schützenwald kommt als Neuerung der 14 km-lange „Lauf ins Himmelreich“ hinzu. Linda Senfleben bezeichnete den Erfolg der Gemeinde, bei der vom Radio Gong durchgeführten Bürgermeisterschaft als „der Hammer“. Etwas kritisch fügte sie allerdings hinzu, „dass wir uns für das normale Vereinsleben nur einen Bruchteil dieser Euphorie wünschen würden.“


Ehrung verdienter Vereinsmitglieder


für 25 Jahre Mitgliedschaft im TSV Kreuzwertheim und 25 Jahre Mitgliedschaft im Bayerischen Landessportverband erhielten die silberne Ehrennadel mit Urkunde des TSV, sowie die silberne Ehrennadel mit Verleihungsbescheinigung des BLSV:


Albert, Petra – Beck, Melanie – Domin, Jutta – Domin, Peter – Rösch, Fabian –

Strobel, Elisabeth


für 50 Jahre Mitgliedschaft im TSV Kreuzwertheim und 50 Jahre Mitgliedschaft im Bayerischen Landessportverband erhielten die goldene Ehrennadel mit Urkunde des TSV, sowie die goldene Ehrennadel mit Verleihungsbescheinigung des BLSV:


Habel, Walter – Sommer, Erich – Schütz, Peter


für 60 Jahre Mitgliedschaft im Bayerischen Landessportverband erhielten die goldene Ehrennadel mit Verleihungsbescheinigung des BLSV:


Günzelmann, Anneliese – Müller, Erika – Müller, Hanna – Sonnenberg, Bernd – Vöge, Gisela



Verabschiedung verdienter Vereinsmitglieder

Hohe Wertschätzung und ein großes Dankeschön brachte Joachim Freek bei der Verabschiedung zweier äußerst verdienter Vereinsmitglieder zum Ausdruck.

Jonny Click wurde mit einem Präsent für seine vielen und außergewöhnlichen Aktivitäten im Verein gedankt. 27 Jahre war er Übungsleiter im Verein. Das Kinderturnen war seine große Leidenschaft, vier Jahre war er Übungsleiter beim Volleyball. Viele Jahre war er Gestalter und Betreuer beim jährlichen Zeltlager der TSV-Sportjugend. Als Jugendleiter beim Turnen wird er sich weiterhin im Verein einbringen.

Viel Zeit und Herzblut hat auch Andreas Schmidt in den Verein investiert. Viele Jahre war er Jugendbetreuer und Mitglied der Jugendleitung Fußball. Ebenso wie Jonny Click brachte er sich jährlich bei der Organisation des Jugendzeltlagers ein. Auch er wurde mit einem Präsent verabschiedet.

Friedrich Morawietz vom Fußballkreis Tauberbischofsheim bedankte sich bei Andreas Schmidt für seine langjährige ehrenvolle Tätigkeit und überreichte ihm die Ehrennadel in Silber des Badischen Fußballverbandes.

In seiner Dankesrede ging Andreas Schmidt auch kurz auf die Schwierigkeiten ein, Übungsleiter, Helfer und Betreuer zu finden. Er hoffe, dass die WhatsApp-Gruppe mit etwa 250 Mitgliedern, die sich bei dem letzten Großereignis in Kreuzwertheim so bewährt hatte, sich nun kurzfristig in „Quätschichfest-Helfergruppe“ umbenennen würde.

Anschließend stellte Dieter Müller, Vorstand Mitgliederwesen, den anwesenden Mitgliedern Änderungen der Vereinssatzung vor und brachte sie zur Abstimmung. Im Zuge der notwendigen Verankerung der neuen Datenschutzverordnung in der Vereinssatzung wurden in einigen Paragraphen Veränderungen und Ergänzungen notwendig. Ohne Gegenstimmen wurden seine Vorschläge angenommen.

Elard Walter, aktiver Fußballer beim TSV und Mitglied des Vereins „Freunde der Stadt Wertheim“ übergab dem Verein für die Jugendabteilung Fußball einen Betrag von 250 €. Die Unterstützung der Jugend und Kultur im Raum Wertheim bezeichnete er als die Hauptaufgabe der Gruppierung. Er hoffe, dass dieses Jahr wieder ein Fußball-Nachtturnier in Eichel oder Kreuzwertheim stattfinden wird.


Berichte der Sparten

Wie ein roter Faden zog sich durch nahezu alle Berichte die Notlage des Vereins beim Finden von Betreuern und von Sparten- und Übungsleitern.

Linda Senfleben, zuständig für Turnen, Leichtathletik, Gymnastik und Tanz, sprach von einem regen Betrieb besonders im Kinderturnen und von vielen Neuanmeldungen. Anschließend ging sie genauer auf die Probleme in ihrem Bereich ein. Wenn früher ein Übungsleiter aufhörte, habe sich meist schnell jemand aus der jeweiligen Gruppe als Nachrücker gefunden. „Aber inzwischen ist das ein richtiger „Kampf“. Man spricht zig Leute an und fast Nichts kommt zurück. Beim „Kinder abgeben“ zum Betreuen sind alle schnell dabei, aber selbst als Übungsleiter aktiv zu werden und damit eine wöchentliche Verantwortung zu übernehmen, da sieht es schlecht, “so sagte es Senfleben in deutlichen Worten. Es bestehe die Gefahr, dass Kinder eines bestimmten Alters nicht mehr in die nächste Gruppe wechseln könnten. Sie würden bestimmt nicht zwei bis drei Jahre abwarten, um dann wieder neu einzusteigen.

In die gleiche Kerbe schlug Robin Smekal, Abteilung Jugendfußball. Auch er befürchtet das Wegbrechen einzelner Altersgruppen und Mannschaften, wenn sich im Betreuerwesen nichts Entscheidendes ändert. Der vor jeder Saison stattfindende Kampf um Betreuer sei ermüdend und entmutigend. Robin Smekal wies auf den Wert des Mannschaftssports hin. Wenn Eltern ihr Kind anmelden, sollten sie auch dahinter stehen und darauf achten, dass es regelmäßig an den Trainings- und Wettkampfaktivitäten teilnimmt. Ein Trainer, der sich viele Gedanken mache über die Gestaltung des Trainings, hinterfrage den Sinn des Ganzen, wenn dann nur 4 – 5 Spieler zum Training erschienen.

Als positives Signal für die Zukunft konnte Robin Smekal die Bildung einer neuen Spielgemeinschaft vermelden. Zusammen mit dem FC Eichel und den Dorfkickers Mainschleife wird der TSV für die C, B und A-Junioren eine neu formierte Spielgemeinschaft gründen. Er sehe das als eine große Chance, das Spielniveau der Jugendfußballer auf ein höheres Level zu setzen. Die dadurch vermehrte Verwaltungsarbeit würde die Nachfrage nach Betreuern aber eher noch erhöhen.

Marco Smekal, der zum Ende der Saison das Amt als Spartenleiter Fußball-Aktive abgibt, plädierte für eine Aufteilung seines Amtes in mehrere Bereiche. Jeder Posten im Verein sei aufgrund des wachsenden organisatorischen, bürokratischen und sportlichen Aufwands kaum mehr von einer Einzelperson zu bewerkstelligen. Auch wies er auf das Wegbrechen einer ganzen Generation bei der Betreuung hin. Er mit 30 Jahren sei jetzt der Nachfolger von zwei über 70-jährigen.

Den Jahresbericht für die Tennisabteilung stellte Michael Scheiber vor. In der vergangenen Saison konnte erstmals nach einigen Jahren kein Meistertitel errungen werden. In der neuen Runde wurden wiederum acht Mannschaften für den Medenspielbetrieb angemeldet. Scheiber dankte Joachim Freek, der nach annähernd 20 Jahren federführender Tätigkeit seinen Rücktritt als Abteilungsleiter erklärte. In der nächsten Versammlung der Tennisabteilung am 7. April soll ein Nachfolger für ihn gefunden werden.

In Abwesenheit des Abteilungsleiters Basketball Jochen Gramer trug Petra Rösch den Jahresbericht vor. Da die Röttbacher Halle wegen des Umbaus nicht zur Verfügung steht, findet das Training in der kleinen Halle der Grundschule am Reinhardshof statt. Die Kooperation mit den Wartbergern Basketballern klappe ausgezeichnet. Zwei ältere Jugendspieler sind in der U 16 des SV Wartberg in der Mannschaft aktiv.

Am Donnerstag, dem 28. März 2019 um 18.00 Uhr findet im Sportheim die Überreichung der Sportabzeichen für 2018 statt. Petra Rösch, Leiterin des Sportabzeichenwesens beim TSV bedankte sich bei Gerhard Krula, der sie immer sehr unterstützt. An 41 Teilnehmern, davon 19 Jugendlichen, wird das Sportabzeichen überreicht werden.



   Sportverstand Joachim Freek mit den geehrten Mitgliedern*innen für langjährige Mitgliedschaften

                                                                       Photo von Dieter Müller - TSV Jahn Kreuzwertheim

     Sportvorstand Joachim Freek mit Elard Walter und TSV-Jugendleiter Fußball Robin Smekal

                                              bei der Spendenübergabe

                                Photo von Dieter Müller - TSV Jahn Kreuzwertheim



Kreuzwertheim, den 22. März 2019